Mit Kunsthandwerk die Stellung der Frauen stärken

Das Ziel der Frauenkooperative ist, mit der Herstellung traditioneller Puppen ein eigenes Einkommen zu schaffen. Ein Teil der Einnahmen wird für die Verbesserung der Dorfinfrastruktur und der Gesundheits- und Hygienesituation verwendet.

 

Frau Dr. Senta Siller reiste auf Einladung eines pakistanischen Studenten in sein Heimatdorf. Dort fiel der Designlehrerin auf, dass in dem Dorf eine Tradition der Puppenherstellung lebendig war. Sie bot praktische Hilfe bei der Gründung der Kooperative und vor allem auch beim Verkauf der Puppen zunächst in diplomatischen Kreisen, später auch über einen Webshop (www.dgfk.de) und Puppenläden an.

 

Nach und nach wuchs das Projekt (zur Zeit: etwa 120 Frauen arbeiten bis zu 4 Stunden täglich und schaffen ein Einkommen der Kooperative von etwa 2.000 Euro im Monat). Auch das Selbstbewusstsein der Frauen wuchs und damit auch der Wunsch nach Bildung, Infrastrukturverbesserung und Mitbestimmung.

So wurden Englischkurse und Buchhaltungskurse veranstaltet, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung und die Gesundheitssituation verbessert.

Die Kooperative verwendet das Einkommen zu 30% als Einkommen der Frauen, mit 30% werden die Materialien bezahlt, 30% gehen in die Dorfinfrastuktur und 10% in die Gesundheitvorsorge.

 

Angeregt durch die Inititive der Frauen, hat sich in dem Ort Einiges getan:

Dem Bau einer Mädchenschule musste der Bau einer Jungenschule vorausgehen (Da lassen die Männer nicht mit sich spaßen).

Es wurde ein Training Center auch für männliche Jugendliche eröffnet, die bei der Herstellung von Spielzeug Handwerksfähigkeiten vermittelt bekommen.

Es wurde eine Ausbildung in der Landwirtschaft vorgenommen, damit die Erträge verbessert werden konnten.