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CTG-Geräte für gynäkologische Klinik in Bamako, Mali

 

Ende September bekamen wir bei unserem Mittwochstreffen Besuch von Assitan Soumare, einer Studentin aus Mali, die an der Uni Bonn Medizin studiert. Sie berichtete uns von der schwierigen Situation im staatlichen gynäkologischen Krankenhaus in Bamako (Mali), an dem sie im Sommer letzten Jahres ein 5-wöchiges Praktikum gemacht hatte. Da dieses Krankenhaus kostenlose Behandlungen anbietet, ist es die einzige Möglichkeit für arme Frauen, bei gynäkologischen Problemen bzw. Geburten eine medizinische Versorgung zu erhalten. Dementsprechend ist die dortige Geburtsstation sehr stark ausgelastet, bis zu 20 Geburten finden dort pro Tag statt.

 

Vor kurzem ist nun das einzige CTG-Gerät der Station, das zur Überwachung der Mutter und des Ungeborenen kurz vor der Geburt dient und lebenswichtige Informationen liefert, kaputt gegangen. Assitan Soumare möchte nun sehr gerne zwei Ersatzgeräte für die Geburtsstation besorgen. Sie hat bereits Kontakt mit einem deutschen Verein (Technologie Transfer Marburg, TTM), der gebrauchte medizinische Geräte verkauft, aufgenommen und Angebote für zwei CTG-Geräte zu einem günstigen Preis bekommen. Auch der Transport kann von TTM organisiert werden.

 

Assitan ist auch Gründungsmitglied des Vereins AFRUMA, der ländliche Frauen in Mali durch verschiedene Projekte unterstützt und der seinen Hauptsitz in Bamako hat. Die Mitglieder von AFRUMA in Mali können vor Ort die Übergabe der Geräte an die Geburtsstation des Krankenhauses organisieren. Da der Bedarf an den CTG-Geräten sehr dringend ist und Assitan Soumare einen sehr engagierten und kompetenten Eindruck bei uns hinterlassen hat, haben wir sofort beschlossen, die Kosten für die beiden Geräte in Höhe von insgesamt 1.940,- Euro inklusive Transport nach Mali zu übernehmen. Vielleicht ist es auch möglich, mit geringen Kosten das defekte Gerät vor Ort zu reparieren.

 

Wahrscheinlich wird auch ein ehemaliges action five Mitglied, das zur Zeit in Bamako arbeitet, das Krankenhaus besuchen können, um sich ein Bild von der Lage auf der Geburtsstation zu machen.